{"id":79,"date":"2018-08-21T23:08:51","date_gmt":"2018-08-21T21:08:51","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.178.39\/wordpress\/?p=79"},"modified":"2018-08-21T23:08:51","modified_gmt":"2018-08-21T21:08:51","slug":"woche-1-ein-erstes-kennenlernen-mit-dublin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulfheinemann.de\/?p=79","title":{"rendered":"Woche 1: Ein erstes Kennenlernen mit Dublin"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem Irland bereits bei meiner Ankunft seine Klischees und Vorurteile zu best\u00e4tigen, fast schon eindrucksvoll zu pr\u00e4sentieren versuchte, wollte ich es erst recht wissen und die Liste der irischen Besonderheiten austesten und abhaken. In Dublin, gerade im Touristen-Bezirk Temple Bar ist das beileibe keine mit gro\u00dfer Schwierigkeit gespickte Aufgabe. Die erste Woche meiner Reise stand ganz unter dem Motto, die irische Hauptstadt zu erkunden, verschiedene Mitreisende kennen zu lernen und auf der &#8222;Gr\u00fcnen Insel&#8220; anzukommen.<\/p>\n<p>Nach der gegl\u00fcckten Bergwanderung und Beziehung des Zwischenlagers im Hostel ging es f\u00fcr mich direkt auf die Stra\u00dfe, mitten in die irische Kultur. Meine ersten zehn Meter als freier Mensch auf den Stra\u00dfen Dublins brachten mich gleich direkt vor die Haust\u00fcr des Namensgebers meiner ersten zeitweiligen Station &#8211; die Temple Bar, rot, laut, belebt und teuer, pr\u00e4sentierte sich mir mit einem breiten Grinsen und Einladung auf ein erstes Guinness. Vorerst lie\u00df ich das irische Nationalgetr\u00e4nk jedoch links liegen, die Stra\u00dfe zog mich viel mehr in seinen Bann. Die erste Abbiegung genommen, strahlten mich noch mehr Pubs, Souvenirl\u00e4den, Restaurants und M\u00f6glichkeiten zum Verschleudern seines Ersparten mit ihrer gr\u00fcnen Freundlichkeit an. Kapitalismus in irischer Kultur verpackt, Kapitalismus in seiner wohl sch\u00f6nsten Form.<\/p>\n<p>Doch auch in Irland funktioniert der Mensch so, wie die Natur ihn geschaffen hat: Irgendwann braucht der Ofen auch mal Nachschub. Als sich der Hunger bei mir einstellte und das Knurren des Magens in die lebhafte und von irischer Musik gepr\u00e4gte Ger\u00e4uschkulisse der Stra\u00dfe einmischte, hie\u00df es f\u00fcr mich erstmal, ein passendes Restaurant zu finden &#8211; als Veganer ist die Essensbeschaffung leider nicht so einfach, doch gerade in einer Gro\u00dfstadt findet sich immer etwas. Nachdem das vegane Restaurant ausgemacht war, begab ich mich auf einen l\u00e4ngeren Fu\u00dfmarsch in einen mir noch unbekannten Teil der Stadt. Angekommen am Ort meines Vertrauens, stutze ich beim Men\u00fc&#8230; war ich falsch abgebogen, hatte ich auf der Website ein Detail \u00fcbersehen? Beim Chia-Cheeseburger versteht man ja noch, wieso da die N\u00e4he zum &#8222;normalen&#8220; Cheeseburger bei der Namensgebung eingehalten wird, aber sobald es dann darum geht, dass man Bacon zu seinem tierfreundlichen Essen hinzuf\u00fcgen kann, zeigen sich dann doch Schlagl\u00f6cher in der Glaubw\u00fcrdigkeit. Verwirrt fragte ich nach, dabei kam ich mir ungewohnt komisch vor: Fragt man bei einem eigentlichen veganen Restaurant nach, ob wirklich\u00a0<b>\u00a0alles\u00a0<\/b>vegan ist? Ich tat es &#8211; die Stra\u00dfenmeisterei r\u00fcckte an um die vor meinen Augen zerfallende Stra\u00dfe zu reparieren, die Glaubw\u00fcrdigkeit wiederherzustellen. Beim Bacon handele es sich um Seitan, alles sei vegan, da solle ich mir keine Sorgen machen. Gesagt, getan, bestellt, genossen &#8211; was sich bei dem Monster an umweltfreundlichen Burger zumindest beim Verzehr schwierig gestaltete:<\/p>\n<figure id=\"attachment_84\" aria-describedby=\"caption-attachment-84\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-84\" src=\"http:\/\/uheinemann.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Veganer-Burger-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Veganer-Burger-300x225.jpg 300w, https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Veganer-Burger-768x576.jpg 768w, https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Veganer-Burger-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-84\" class=\"wp-caption-text\">Sieht meiner Meinung nach auch viel besser aus als sein omnivorisches Pendant&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine gute Mahlzeit macht durstig, das steht so im allgemeinen Gesetz der Menschheit geschrieben. Das irische Gesetz kennt da eine L\u00f6sung, die sich als Pflicht beim Besuch der westeurop\u00e4ischen Insel herausstellt. Auch wenn es Geschmackssache ist, geh\u00f6rt ein Pint Guinness zur kulturellen Entdeckungstour &#8211; dies steht praktisch im irischen Gesetz. Direkt neben der ber\u00fchmten <em>O\u00b4Connell Street<\/em>, Dublins Hauptstra\u00dfe, erstrecken sich viele Pubs, die f\u00fcr die Versorgung mit dem dunklen Bier sorgen. Obwohl sich mir auch in Deutschland viele Gelegenheiten geboten hatten, das Gemisch aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe, das seine Farbe ger\u00f6steter Gerste zu verdanken hat, zu trinken, wollte ich bis zu diesem Abend warten und ganz originell und klassisch mein erstes Glas Guinness in einem irischen Pub genie\u00dfen. Noch hatten sich mir zu diesem Vorhaben keine Mitstreiter angeschlossen, aber man wei\u00df sich ja auch eigenst\u00e4ndig zu unterhalten. Ich folgte einer Buchempfehlung, die ich vor meiner Abreise erhalten hatte und tauchte in die Zeilen von Literatur-Nobelpreistr\u00e4ger Heinrich B\u00f6ll ein, der in seinem Buch &#8222;Irisches Tagebuch&#8220; schon \u00fcber Guinness schrieb:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ein riesiges, naturalistisch gemaltes Glas Bier, lakritzig dunkel und so frisch der bittere Trank und dar\u00fcber der wei\u00dfe, schneewei\u00dfe Schaum, der von einem durstigen Seehund aufgeleckt wird. <em>A lovely day for a Guinness<\/em>!&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Mir schmeckt das irische Nationalgetr\u00e4nk &#8211; was ich mir vorher immer einredete, um auch wirklich an der irischen Kultur teilzuhaben, best\u00e4tigte sich im lang ersehnten Moment. Fast schon malerisch gestaltete sich die Situation im J. W. Sweetman: ein Guinness f\u00fcr den Magen, ein gutes Buch f\u00fcr die Augen, irische Live-Musik f\u00fcr die Ohren &#8211; Balsam f\u00fcr die Seele.<\/p>\n<figure id=\"attachment_83\" aria-describedby=\"caption-attachment-83\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-83\" src=\"http:\/\/uheinemann.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Guinness-und-B\u00f6ll-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Guinness-und-B\u00f6ll-225x300.jpg 225w, https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Guinness-und-B\u00f6ll-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-83\" class=\"wp-caption-text\">Besser kann ein erster Abend in Irland wohl nicht aussehen&#8230;.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Doch so sehr ich auch den Moment genoss, so sehr war es auch nur ein Kratzen an der Oberfl\u00e4che der irischen, der Dubliner Kulturgeschichte. Aufgrund dessen zog ich am n\u00e4chsten Morgen als ein Teilnehmer der\u00a0<em>Free Walking Tour\u00a0<\/em>durch die engen Gassen der Hauptstadt. Unser Guide Keith, der am ber\u00fchmten Trinity College Geschichte studiert hatte, lie\u00df irischen Humor mit interessanten Fakten, Storys und Mythen rund um Dublin verschmelzen und sorgte f\u00fcr eine wunderbare Stadtf\u00fchrung, die mich zwar nicht zum Experten, daf\u00fcr aber zum begeisterten Fan der 500.000-Einwohner-Stadt und seiner Historie machte. Besonders auff\u00e4llig und einpr\u00e4gsam ist das\u00a0<em>Monument of Light\u00a0<\/em>oder auch\u00a0<em>The Spire.\u00a0<\/em>Die im Jahre 2003 erbaute und 123 Meter hohe Edelstahlnadel wird auch gerne\u00a0<em>Stilletto in the ghetto\u00a0<\/em> genannt &#8211; oder wie Keith es ausgedr\u00fcckt hat, als Polarstern f\u00fcr betrunkene Touristen auf ihrem Weg zur\u00fcck ins Hostel.<\/p>\n<figure id=\"attachment_85\" aria-describedby=\"caption-attachment-85\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-85\" src=\"http:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/The-Spire-1-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-85\" class=\"wp-caption-text\">Man muss sich schon ganz sch\u00f6n strecken, um das gesamte Kunstwerk auf die Linse zu bekommen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dass sich die App <em>Couchsurfing<\/em> nicht nur Suchmaschine f\u00fcr g\u00fcnstige und pers\u00f6nliche \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten anbietet, sondern auch vielseitig anderweitig einsetzbar ist, erfuhr ich am zweiten Abend. Beim\u00a0<em>Socialize Thursday\u00a0<\/em>in einem Pub hatten sich viele Reisende aus aller Welt versammelt, um sich kennen zu lernen, auszutauschen und weitere Aktionen zu planen. Um nur ein paar der dort anzufindenden Nationalit\u00e4ten zu nennen: Deutschland, Schweiz (auch nochmal unterteilt in einen deutschen, einen franz\u00f6sischen und einen italienischen Teil), Spanien, Frankreich, Polen, Brasilien, China, Pakistan. Nach intensiven Gespr\u00e4chen, einigen Pints Guinness und viel guter Laune und Unbeschwertheit ging es mit einer etwas kleineren europ\u00e4ischen Gruppe auf die n\u00e4chtlichen Stra\u00dfen von Dublin. W\u00e4hrend die Pubs ihre T\u00fcren schlossen, uns die Sitzm\u00f6glichkeiten unter dem Hintern wegzogen und gl\u00e4serne Pints niveaulosen Plastikbechern wichen, blieben wir die H\u00fcter der Stra\u00dfe, weder Uhrzeit noch Lautst\u00e4rke oder die zwischenzeitliche Ebbe im Portemonnaie im Blick.<\/p>\n<p>Da der t\u00e4gliche Besuch eines Restaurants in Dublin doch sehr negativ auf den Geldbeutel auswirkt, stieg ich auf g\u00fcnstige Selbstverpflegung als Option um. Zu meiner \u00dcberraschung haben deutsche Superm\u00e4rkte auch schon die &#8222;Gr\u00fcne Insel&#8220; erobert &#8211; w\u00e4hrend die Soldaten des R\u00f6mischen Reiches vor den wolkenverhangenen Bergen und verregneten Wiesen Irlands Halt gemacht und nie einen Fu\u00df auf die Insel gesetzt haben, schrecken die deutschen Billig-Superm\u00e4rkte mit der Globalisierung im R\u00fccken nicht vor der Eigenartigkeit des englischen Nachbarn zur\u00fcck. Der Anblick von Aldi und Lidl warf mich zur\u00fcck in die Heimat &#8211; kleine deutsche Kolonien zwischen Atlantik und Nordsee.<\/p>\n<p>Abends sah ich mir in einer Bar die schmerzhafte Auftaktniederlage des Hamburger SV gegen Holstein Kiel an, stieg resigniert in mein Hostel-Bett und probierte es am n\u00e4chsten Tag statt mit Fu\u00dfball mit Naturverbundenheit, was in den zahlreichen Parks, die sich immer wieder zwischen Hektik, Tourismus und Berufsstress finden lassen, doch sehr einfach ist. Wie sch\u00f6n war das Gef\u00fchl, nach kilometerlangen Schritten auf Beton mal wieder Erde und einen weichen Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu haben. Dabei lie\u00df sich an einem Baum lehnend das ausgesprochen gute irische Wetter genie\u00dfen &#8211; Sonnenschein, um die zwanzig Grad. Neben der M\u00f6glichkeit zum Entspannen bot sich auch ein R\u00fcckblick auf das Wissen, welches ich bei einer zweiten F\u00fchrung erworben hatte, an. Drei Stunden lang tauchte ich in die zahlreichen Mythen, M\u00e4rchen und Erz\u00e4hlungen ein, die Irland zu bieten hat: Teils kitschig, mit Heroismus gew\u00fcrzt, \u00fcbertrieben weit hergeholt oder einfach wundersch\u00f6n.<\/p>\n<p>Die ersten Bem\u00fchungen um einen Job sollten am Sonntagabend dann auch gefeiert werden. Spontan versammelte sich die m\u00e4nnliche Fraktion des Hostel-Zimmers 206 zum Comedy-Abend im <em>HaPenny Bridge Inn<\/em>. Meine Bef\u00fcrchtungen, beim irischen Akzent und der angels\u00e4chsischen Sprachgeschwindigkeit der im Erz\u00e4hlen ge\u00fcbten lokalen Comedians mit meinem Gehirnareal, welches f\u00fcr das Verstehen von Sprachen zust\u00e4ndig ist, nicht mithalten zu k\u00f6nnen, verflogen ebenso schnell, wie sie sich in mein gedankliches Blickfeld geschoben hatten. Ebenso erholte ich mich von dem Schock, den ich nach der ersten Bestellung an der Bar erfuhr &#8211; <strong>7,30 \u20ac f\u00fcr ein Pint Cider! Hallo, gehts noch?\u00a0<\/strong>Naja, wie gesagt, im Winde verflogen. Es wurden Sp\u00e4\u00dfe \u00fcber Sprachen, Nationalit\u00e4ten, Vorurteile, Berufe oder Themen, die wohl jeder der englischen Sprache vertraute Besucher verstehen konnte, gemacht. Und selbst wenn nicht &#8211; wenn gelacht wird, einfach mitlachen. Ganz einfache Regel.<\/p>\n<p>Der Moderator machte ein Gesicht, als h\u00e4tte er es wissen m\u00fcssen, nachdem er mich nach meiner Nationalit\u00e4t gefragt hatte. Meine Gruppe &#8211; bestehend aus einem Amerikaner, einem Kanadier, einem Engl\u00e4nder und einem Deutschen (normalerweise f\u00e4ngt so einer von den schlechten Witzen auf dem Schulhof an) &#8211; hatte sich entgegen aller ersten Warnungen, Bef\u00fcrchtungen und Bekr\u00e4ftigung ganz nach vorne gesetzt, direkt vor die kleine B\u00fchne. Ich ahnte was passieren w\u00fcrde: Kaum hatte das Wort\u00a0<em>Germany\u00a0<\/em>meine Lippen verlassen, fing der Moderator an zu lachen. Wie gesagt, er h\u00e4tte es wissen m\u00fcssen. Zum Gel\u00e4chter aller gab er seinen Gedankengang preis:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Of course you are German, you are so efficient. Who else would try to pay eight euros for the comedy gig with his creditcard?!&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Um mich zu verteidigen: Einen Versuch war es vorher immerhin Wert gewesen. Da ich mein Hartgeld bereits in den zahlreichen Gesch\u00e4ften und Restaurants gelassen hatte, hilf mir mein kanadischer Mitstreiter aus der Patsche &#8211; wir verrechneten es sp\u00e4ter mit einem Pint Gold Ale.<br \/>\nAls Deutscher war ich jedoch nicht der Einzige, der Sp\u00e4\u00dfe \u00fcber sich und seine Landsleute ergehen lassen musste, denn fast jede Nation bekam an diesem Abend ihr Fett weg. Dort waren die Anh\u00e4nger jedoch mindestens zu zweit &#8211; ich k\u00e4mpfte allein auf weiter Flur mit den Vorurteilen, Stereotypen und Mythen, die sich gegen Deutsche und ihre Einstellung in der Welt aufbringen &#8211; dabei muss ich gestehen, dass sich an ihnen auch viel Wahres finden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das Ende des Gigs bedeutet jedoch noch nicht, dass die Nacht schon auf die Zielgerade einlief. Bis der Pub seine Pforten schloss, wurden bei dunklem Bier lokale Kontakte gekn\u00fcpft, ehe es zur n\u00e4chsten offenen Tanz- und Trinkfl\u00e4che ging. In den fr\u00fchen Morgenstunden trat unsere Kolonne m\u00fcde, aber gl\u00fccklich, den R\u00fcckweg ins Hostel an. Das Vorhaben, m\u00f6glichst leise zu sein, um die beiden Mitbewohnerinnen aus Neuseeland nicht aus dem Schlaf zu rei\u00dfen, d\u00fcrfte sich einer Lebensdauer von wohl f\u00fcnf Sekunden erfreut haben &#8211; am n\u00e4chsten Morgen konnten die beiden unfreiwillig bei unserem Gespr\u00e4ch \u00fcber die vergangene Nacht komplett mitreden.<\/p>\n<p>Meinen vorerst letzten Tag in Dublin verbracht ich am Dienstag damit, alle Aktivit\u00e4ten nachzuholen, die ich zuvor noch nicht von meiner Liste gestrichen hatte. Dabei war es beileibe sehr schwer, eine solche Liste \u00fcberhaupt auszumachen. Einen \u00dcberblick \u00fcber die zahlreichen M\u00f6glichkeiten der irischen Hauptstadt erhaschen? Dabei kann selbst Google zwar sein Bestes geben, die ganze Bandbreite kann man einfach nicht erfassen. Nach einem Test des irischen Postsystems, von dem sich die Deutsche Post mal ein gewaltiges St\u00fcckchen abschneiden kann (obwohl mich der Bank Holiday mit geschlossenen Post-Filialen komplett \u00fcberraschte und ich einen Brief aus meiner Sicht zu sp\u00e4t abschickte, kam er noch vor dem gedachten Termin in Deutschland an &#8211; Respekt!), erkundete ich bei einer Stadtrundfahrt die \u00e4u\u00dferen Bezirke meiner ersten Reiseziels. Nun konnte ich eine Liste anlegen mit Attraktionen, die bisher noch nicht den Weg meiner Aufmerksamkeit gekreuzt hatten, die noch nicht in diesem Blog zu finden sind, aber bei meinem n\u00e4chsten Besuch Dublins in Angriff genommen werden sollten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_91\" aria-describedby=\"caption-attachment-91\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-91\" src=\"http:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/The-Wellington-Monument-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/The-Wellington-Monument-225x300.jpg 225w, https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/The-Wellington-Monument-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-91\" class=\"wp-caption-text\">Das Wellington Monument mit beeindruckender Wolkenkulisse.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_92\" aria-describedby=\"caption-attachment-92\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-92\" src=\"http:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/General-Post-Office-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/General-Post-Office-225x300.jpg 225w, https:\/\/ulfheinemann.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/General-Post-Office-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-92\" class=\"wp-caption-text\">Das General Post Office &#8211; Hauptquartier des blutigen Osteraufstandes 1916.<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denn eines ist sicher &#8211; obwohl ich\u00a0<em>Baile \u00c1tha Cliath\u00a0<\/em>f\u00fcrs Erste den R\u00fccken kehrte und nach einer Woche Aufenthalt meine Weiterreise an die Westk\u00fcste, in die wundersch\u00f6ne Region Connemara antrat &#8211; ich werde Dublin auf jeden Fall einen weiteren Besuch abstatten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem Irland bereits bei meiner Ankunft seine Klischees und Vorurteile zu best\u00e4tigen, fast schon eindrucksvoll zu pr\u00e4sentieren versuchte, wollte ich es erst recht wissen und die Liste der irischen Besonderheiten austesten und abhaken. 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Die erste Woche meiner Reise stand &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/ulfheinemann.de\/?p=79\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eWoche 1: Ein erstes Kennenlernen mit Dublin\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":82,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/82"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ulfheinemann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}